Die Letzten werden die Ersten sein.

Die Automatisierung von Berufen aufgrund des Siegeszugs einer immer tiefgreifenderen Digitalisierung ist in aller Munde und ist der neue Megatrend in der Arbeitswelt. Einige vergleichen diese Entwicklung mit ihren Auswirkungen schon mit den Folgen der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Und zweifellos ist diese Diskussion wirklich voll entbrannt: da geht es um selbstfahrende Autos, Taxis und Züge, die den individuellen und kollektiven Nah- und Fernverkehr revolutionieren und ganz nebenbei die Fahrer_innen überflüssig machen. Da geht es um Drohnen, die Pakete und Post zustellen und die Logistikbranche umkrempeln und da geht es um kontaktloses Bezahlen ohne Kassierer_innen im Supermarkt oder am Besten gleich den sich selbst füllenden Kühlschrank. Das alles wird unter dem Label einer zunehmenden Effizienzsteigerung einer (produzierenden) Dienstleistungsgesellschaft diskutiert. Dass dies aber natürlich auch ganz schwerwiegende Folgen für die bislang in diesen Bereich arbeitenden Menschen haben wird, die dann ihren Job verlieren, versteht sich von selbst - noch kommen diese aber in der Diskussion nicht vor.

Sozialarbeiter*innen – gefragt wie noch nie, schlecht bezahlt wie bisher?

Aus der Süddeutschen Zeitung kommen positive Nachrichten: Für den April 2016 meldet die Bundesagentur 120 offene Stellen pro hundert arbeitslose Sozialarbeiter*innen. Real vermutet Oliver Koppel, Arbeitsmarktexperte vom Kölner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sogar ein Verhältnis von bis zu 500 zu hundert. Längst nicht alle offenen Stellen werden bei der Arbeitsagentur gemeldet und über andere Wege besetzt.

DGSA startet Blog!

Um in einer Mediengesellschaft auch mit Inhalten wahrgenommen zu werden, die über die eigene Zielgruppe der Profession und Disziplin Sozialer Arbeit hinaus auch für eine breitere Bevölkerungsgruppe relevant sind, brauchen Wissenschaftler_innen eine gesunde Mischung aus medienwirksamem Pragmatismus, der bestimmte Inhalte zu vermitteln hilft, und der nötigen wissenschaftlichen Qualität, damit das vom Publikum Gehörte auch differenziert genug ist und dem aktuellen Stand der Fachdiskussion entspricht.

Die DGSA startet in diesem Sinne mit einem neuen Angebot: In regelmäßigen Abständen schreiben Personen aus dem Umfeld der DGSA in diesem Blog und kommentieren, analysieren, erklären oder beschreiben aktuelle Ereignisse aus der Perspektive der Sozialen Arbeit. Schreiben werden Personen aus dem Vorstand, die Sektions- und FachgruppensprecherInnen und eingeladene GastautorInnen. 

Der Blog soll der Sozialen Arbeit helfen, sich in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung zu zeigen und gleichzeitig die ihr wichtigen Inhalte zu transportieren.

Wir freuen uns auf vielseitige Kommentare und Debatten!